Die Abmahnung (1/3)

Die Abmahnung ist ein wichtiges Instrument des Arbeitsrechtes, deren Inhalt und Voraussetzungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern jedoch häufig nicht richtig eingeschätzt werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes muß einerAbmahnung Hinweis- und Warnfunktion zukommen; erfüllt sie diese Voraussetzungen in formeller oder inhaltlicher Weise nicht, so ist sie rechtswidrig.

Mit einer Abmahnung soll einem Arbeitnehmer ein Verstoß gegen seine arbeitsvertraglichen Verpflichtungen vor Augen geführt, er aufgefordert werden, diesen Verstoß künftig zu unterlassen und ihm auch verdeutlicht werden, daß er im Wiederholungsfalle unter Umständen auch mit der Kündigung rechnen muß.

Sie kann somit der erste Schritt auf dem Weg zur Kündigung sein. Schon aus diesem Grunde sollte der Arbeitnehmer sie ernst nehmen und auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen. Ist die Abmahnung rechtswidrig, hat der Arbeitnehmer regelmäßig einen Anspruch auf Entfernung aus der Personalakte.

Arbeitgeber sollten deswegen eine Abmahnung und deren Formulierung gründlich vorbereiten.

Da sie nicht der Sanktionierung des Arbeitnehmers dient, sind pauschale oder gar unsachliche Vorwürfe in einer Abmahnung fehl am Platze. In der Regel werden Abmahnungen erteilt, wenn das Arbeitsverhältnis belastet ist. In einer