Mobbing (1/4)

Mobbing kann die Arbeit unerträglich machen. Darunter ist im Arbeitsrecht die ständige Belästigung des Arbeitnehmers durch seine Kollegen oder den Arbeitgeber (dann sog. Bossing) zu verstehen. Dabei sind die Formen des Mobbings subtil und vielfältig. Mobbing kann durch permanente Kritik an der Arbeit, am Arbeitsstil, durch Ignorieren eines Kollegen aber auch durch – unter Umständen sexuell motivierte – Tätlichkeiten erfolgen. Gemobbt wird meistens um unliebsame Konkurrenten oder, sofern der Arbeitgeber verantwortlich ist, Mitarbeiter, denen man auf legalem Wege kein Fehlverhalten nachweisen kann, loszuwerden. In der Regel handelt es sich um eine Art „psychologischer Kriegsführung”, die für den Betroffenen äußerst unangenehm ist und neben dem Verlust des Arbeitsplatzes oft durch Eigenkündigung zu schweren gesundheitlichen Störungen führen kann.

In der Praxis fällt es jedoch oft schwer, nachzuweisen, daß man durch sein Arbeitsumfeld gemobbt wird. In der Regel geschieht Mobbing verbal oder gar durch schlichte Gesten, Bossing oft in einer Vier-Augen-Situation, so daß dem betroffenen Arbeitnehmer keine Zeugen zur Verfügung stehen.