Das Arzthaftungs- und Schadensersatzrecht (1 / 5)

Schadensersatzansprüche setzen schon begrifflich einen Schaden voraus, dies kann nicht nur ein materieller (Verlust oder Beschädigung von Eigentum, finanziellen Werten oder Geld), sondern auch ein immaterieller Schaden (körperliche oder Verletzungen oder gar Tod) sein. Die Rechtsquellen, aus denen sich Schadensersatzansprüche ergeben können, sind vielfältig und folgen aus einer Vielzahl von Gesetzen, wobei europarechtliche Vorgaben zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Grundsätzlich knüpfen Regelungen zum Schadensersatz immer an ein Fehlverhalten an. Es kann sich dabei um den Fehler einer konkreten oder mehrerer Personen handeln, aber auch um Organisations-, Instruktions- oder Produktionsfehler.

Schadensersatzrechtliche Mandate umfassen eine große Bandbreite: Sie beginnen bei einem Unfall mit Pkw oder Fahrrad, umfassen Unfälle oder Fehlverhalten im Schienen- und Flugverkehrbereich ebenso wie beim öffentlichen Nahverkehr. Weiterhin umfassen sie den Bereich der Produkt- und Produzentenhaftung, etwa für fehlerhaft hergestellte, in Verkehr gebrachte oder mit fehlerhaften Gebrauchsanweisungen versehene Gegenstände, Geräte oder auch Software.