Das Erbrecht (1 / 3)

Das Erbrecht regelt die Rechte und Pflichten des Erblassers und der Erben und ist im BGB normiert. Es bestimmt die gesetzliche Erbfolge für den Fall, daß kein Testament vorhanden ist und stellt Formvorschriften zur Errichtung des letzten Willens auf. Existieren mehrere Erblasser, spricht das Gesetz von der Erbengemeinschaft. Die Aufteilung des Nachlasses erfolgt, sofern sich dem Testament keine genaue Regelung entnehmen läßt, im Wege der Erbauseinandersetzung. Werden Verwandte in gerader Linie (Eltern oder Kinder des Erblassers) oder der Ehepartner von der Erbfolge ausgeschlossen, steht ihnen ein Pflichtteil zu.

Zur Durchsetzung des Pflichtteilsanspruches und seiner Höhe bestehen ebenfalls erbrechtliche Vorschriften. Geregelt ist auch die Erbausschlagung, die in der Regel erfolgt, wenn der Nachlaß überschuldet ist. Weitere Bestimmungen existieren hinsichtlich des Vermächtnisses. Dabei handelt es sich um die Zuwendung eines konkreten Gegenstandes aus dem Nachlaß des Erblassers an einen Dritten, oft auch an gemeinnützige Vereinigungen. Gerade in diesem Zusammenhang ergeben sich dann Bezüge zum Vereins- und Stiftungsrecht sowie zum Kirchenrecht.