Das Zivilrecht (1/2)

Das Zivilrecht regelt die Rechtsverhältnisse zwischen den einzelnen Bürgern. Das maßgebliche Gesetz hierfür ist das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), das seit über hundert Jahren existiert, jedoch im Laufe der Zeit den Besonderheiten einer modernen Dienstleistungsgesellschaft angepasst wurde. Dabei führte der wachsende Einfluß des Europarechts auch zur Stärkung des Verbraucherschutzes. Im Wesentlichen enthält das BGB Vorschriften über die Abgabe von Willenserklärungen, die Berechnung der Fristen, Fragen der Verjährung sowie das Zustande-kommen und die Wirksamkeit von Verträgen. Neben dem Vertragsrecht regelt das BGB aber auch so spezielle Themen wie das Betreuungsrecht und das Erbrecht.

Andere Materien sind so speziell, daß sie in einem eigenen Gesetz zusammengefaßt worden sind. Das gilt beispielsweise auch für das private Versicherungsrecht. Einige Vorschriften über die private Unfall-, Berufsunfähigkeits(zusatz-) versicherung oder die private Krankenversicherung enthält das Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Diese Bestimmungen werden jedoch von einer umfassenden Rechtsprechung ergänzt.